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Jetzt aber! – Digitalisierung leichtgemacht Folge II

Im ersten Teil unserer Reihe haben wir uns auf die digitale Transformation eingestimmt: Welche digitalen Strukturen kann und sollte ich für mein Geschäftsmodell nutzen und welche Arbeitsschritte und Methoden flexibel anpassen.

Wer sich damit noch nicht umfassend auseinandergesetzt hat, kommt hierbei schnell ins Schleudern, da alle Arbeitsbereiche betroffen sind. Dennoch heißt es ruhig bleiben und Schritt für Schritt vorgehen. Wir möchten Sie dabei unterstützen.

Kommunikationskanal Nr. 1: Mit dem Smartphone erreichen Sie jede Zielgruppe

Der Fokus dieser Reihe liegt zunächst auf der externen und internen Kommunikation: Wie, wo und wann erreiche ich meine Kunden, Partner, Kollegen? Wie kann der Informationsfluss optimiert werden, die Wege verkürzt, der Nutzen gesteigert?

Mit einer eigenen App als Touchpoint lassen sich diese Punkte effektiv anpacken: Das Smartphone als ständiger Begleiter ist immer zur Stelle, die Informationen ohne Browsersuche und viele Klicks zugänglich, die Handhabung intuitiv und einladend.

Und das Beste: Jeder kann sich heute eine eigene App erstellen! Keine teuren Programmierer, Lizenzen oder Softwares, kein langwieriger Entwicklungsprozess oder komplizierte Bedienungsanleitungen.

Butter bei die Fische: So sieht der Weg zur eigenen App aus

Im ersten Beitrag der Reihe haben wir die Schritte zur eigenen App dargestellt: Planen, Aufmerksamkeit erregen, erstellen, designen und durchstarten. Was so einfach klingt, ist es auch in der Realität! Dies möchten wir mit konkreten Beispielen belegen und Ihnen den Einstieg noch leichter machen.

Nehmen wir als erstes Beispiel MPM Music, eine große Bookingagentur in den Bereichen Charts, Schlager und 90er-Acts. Hier können Veranstalter Stars und Künstler aus Fernsehen und Presse für ihre Events buchen.

Die Planung: Welche Zielgruppen, Funktionen, Inhalte brauchen wir?

Um ihren primären Partnern wie auch grundsätzlich Interessierten den Zugang zu erleichtern, ihnen das Portfolio des Unternehmens zugänglich und aktuelle News schnell und einfach zukommen zu lassen, entschied das Unternehmen sich für die eigene App.

Dort ist die gesamte Kartei an Stars für die Kunden direkt einsehbar. Sie können so schnell erkennen, wer wann verfügbar ist und auch von unterwegs eine unverbindliche Anfrage stellen.

Gleichzeitig soll die App in Vertriebsgesprächen der Präsentation und Recherche dienen: Der Agenturmitarbeiter kann vor Ort mit wenigen Klicks auf alle relevanten Daten zugreifen und sie dem Kunden in ansprechender Form zeigen.

Zudem möchte das Unternehmen einen geschützten Bereich in seiner App implementieren, in dem Konditionen, Kosten und ähnliches sicher eingebunden sind.

Das Trommeln: Schon vor dem Start möglichst viel Aufmerksamkeit gewinnen

Die Bookingagentur MPM Music hat ihre bestehenden Kanäle genutzt, um Ihre Kunden auf diesen neuen Service hinzuweisen, und zwar die digitalen wie auch die analogen. Im Newsletter und auf den Webseiten wird die App mit Bildern und Informationen angekündigt und die ersten Funktionen beschrieben.

Doch damit nicht genug: Die Mitarbeiter nutzen auch die Face-to-Faco-Kommunikation mit Kunden und Partnern, um im direkten Gespräch über die Vorteile zu berichten, z.B. dass hier limitierte Freitermine und exklusive Frühbucher-Aktionen besonders schnell und mühelos abgerufen werden können.

Die Erstellung: Welchen Service brauchen unsere Kunden?

Bei der Erstellung hat die Bookingagentur klar entschieden, dass zwei Aspekte besonders wichtig sind und von Beginn an vorliegen müssen: Eine Übersicht der Buchungskartei aller Stars und die Möglichkeit der direkten Anfrage. Denn genau das möchten die Kunden: Schnell finden, einfach buchen.

Mit einer übersichtlichen Sortierung, die an die Form auf den Webseiten angelehnt ist, können sie die Rubrik – z.B. Charts oder Schlager – auswählen und erreichen sofort die Auflistung der Interpreten aus diesem Bereich.

Hier werden neben Informationen auch Videos der Stars eingebaut, sodass Interessierte sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild machen können.

Hinzu kommt die Angabe des Terminwunsches und des Veranstaltungsortes seitens der Kunden. So erhält wiederum die Agentur alle ersten relevanten Daten und kann schnell auf die Anfragen reagieren.

Ihr Design, Ihr Branding: So fühlen Ihre Kunden sich direkt zu Hause

Dieser Schritt war für die Bookingagentur recht einfach: Das Corporate Design liegt – wie bei vielen Unternehmen – bereits vor. Farben, Stil und Strukturierung wurden analog zu den Webseiten umgesetzt und das Firmenlogo eingebaut.

Gleichzeitig hat die Agentur großen Wert darauf gelegt, dass die Bedienung intuitiv ist und der Kunde auch bei der ersten Benutzung sofort weiß, was er wo findet.

Ready, set, go! Die Testläufe sind erfolgreich

MPM Music hat in kleineren Kreisen bereits Testläufe gestartet und bislang nur positives Feedback erhalten: Funktionalität, Aufmachung, Bedienung sind sehr gut angekommen. Nach wenigen Wochen der Planung und Vorbereitung kann es losgehen!

Sie sehen, es ist gar nicht schwer, die eigene App mit den für Sie und Ihre Kunden wichtigen Funktionen zu erstellen. Um Ihnen die Bandbreite der Vorteile und Nutzungen von Apps zu zeigen, werden wir im nächsten Beitrag die App einer Schule vorstellen. Hier galt es, ganz andere Inhalte und Funktionen einzubinden, um die Zielgruppen Schüler, Lehrer und Eltern zu erreichen.

Gleichzeitig möchten wir dann noch etwas tiefer in die Thematik Pre-Sales eingehen.

Behandeln Sie Ihre App wie ein wertvolles Produkt!

In dieser Reihe werden wir Ihre App in ein vereinfachtes Modell von Pre-Sales-, Sales- und Post-Sales-Phasen einbetten, um diese Themen einzeln zu behandeln. Das klingt viel nach Sale, bedeutet aber zunächst nur, dass Ihre App als wichtiger Bestandteil neben Telefon, E-Mail & Co. im gesamten Verlauf eines Verkaufes und der Nachbetreuung eingebettet werden kann.

Für den Pre-Sale gibt es viele Ansätze, die nicht alle sofort und perfekt umgesetzt werden müssen. Fakt ist jedoch: Wenn sie integriert werden, wirken sie nach außen umgehend positiv auf Ihr Erscheinungsbild.

Im Pre-Sales wird gesucht und gefunden

Das Ziel ist, bestehende und potentielle Kunden auf die App aufmerksam zu machen und ihre Vorteile zu präsentieren. Ob über Social Media, am Telefon oder in direkten Gesprächen: Wichtig ist, dass Sie Ihre Kunden unaufdringlich, aber stetig motivieren, die App zu verwenden – Sie haben genug Argumente!

Da jedes Geschäft sich mit unterschiedlichen Abläufen auseinandersetzt, werden wir im nächsten Beitrag zunächst verallgemeinerte Ansätze und Lösungen liefern. Mit etwas Kreativität und weiteren Anstößen durch Best-Practice-Beispiele können Sie diese aber problemlos für Ihre individuellen Zwecke einsetzen.

 

Haben Sie besondere Kanäle, Zielgruppen oder Produkte, die wir in Verbindung mit einer App-Nutzung diskutieren sollen? Sind Sie unsicher, ob das bei Ihnen auch funktionieren kann? Berichten Sie uns darüber, wir freuen uns auf eine Nachricht!

So geht’s: Eine Buchungsagentur als Beispiel für die clevere App-Nutzung
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